| | Hallo Wolfgang,
Deine Fragen sind hochgradig interessant. Es ist geradezu eine Herausforderung, nach bestem Gewissen darauf einzugehen.
Hier nun meine Antworten: ## Eine grundlegende Frage von mir, im Hinblick auf deine Antworten, wäre, wie kann ich wissen, ob ein Wunsch aus dem Verstand oder aus dem Gesamtbewusstsein kommt? Kannst du vielleicht Beispiele anführen?
Wünsche, Absichten, Verlangen entstehen ausschließlich immer im Gesamtbewusstsein und gelangen von dort aus in unser Bewusstsein, wo sie von unserem Verstand wahrgenommen, bewertet, analysiert und verwertet werden.
Es liegt also an uns, was wir aus diesen Ideen und Wünschen machen und wie wir uns verhalten.
## Oft habe ich schon gelesen, dass man sich einen Wunsch mehrmals täglich in seiner Vollendung so reell wie möglich vorstellen soll, und dass dieser dann auch Wirklichkeit wird. Die Lehre von Martin KJOC besagt aber meiner Meinung nach genau das Gegenteil - man soll für die Erreichung seiner Wünsche überhaupt nichts tun, sondern nur vertrauen. Sehe ich das richtig?
Das ist vollkommen richtig, aber Achtung, bitte richtig verstehen !!! Das „überhaupt nichts tun“ betrifft nur das eigene Wollen oder Nichtwollen.
Martin Kojc sagt eindeutig, dass man mit seinem eigenen Willen, Wollen oder Nichtwollen nichts unternehmen soll. Er beschreibt damit ein Grundgesetz der Urkraft, von dem aus die Erfüllungen überhaupt ermöglicht werden können.
Bildliche Vorstellungen von Wünschen unterstützen selbstverständlich das Erreichen unserer Ziele. Keine Frage, aber dazu ist keine Willensanstrengung notwendig.
Eine bildliche Vorstellung wird ja auch nicht in der linken Gehirnhälfte - die bekanntlich rational und verstandesbezogen arbeitet - erzeugt, sondern in der rechten Gehirnhälfte, die ja irrational, intuitiv, bildlich und ganzheitlich tätig ist.
Man könnte auch sagen, dass die rechte Gehirnhälfte Sender und Empfänger der Urkraft ist.
Der eigene Wille, das ist nämlich der springende Punkt, wird durch den Verstand erzeugt. Deswegen ist die linke Gehirnhälfte von entscheidender Bedeutung, weil man ja wissen muss und vor allen Dingen die Fähigkeit erlernen lernen muss, wie man den Verstand benutzen kann, um sich praktisch richtig und erfolgreich zu verhalten.
Nur so können sich all unsere Wünsche und Absichten erfüllen, die wir zusätzlich mit bewusst erzeugten Visionen selbstverständlich bekräftigen.
Und genau dieses Gebiet bezieht Martin Kojc in seiner Lehre mit ein.
Wenn wir einen Wunsch oder eine Idee erhalten, dürfen wir nichts unternehmen, diese fundamentale Entstehung mit unserem Verstand durch störende Gedankengänge zu blockieren. Sobald wir anfangen, diesen Wunsch mit Willensanstrengung zu erfüllen, erreichen wir genau das Gegenteil. Das ist ein ewig geltendes Naturgesetz.
Am besten kann man diese Gesetz im Sportwettkampf nachvollziehen.
Wenn z.B. eine gleichwertige Fußballmannschaft mit Ihrem Verstand hadert, dass wichtige Spiel verlieren zu können und gleichzeitig aus Scham oder Angst vor Würdeverlust einen Willen erzeugen, auf keinen Fall verlieren zu wollen, werden Sie verkrampfen, ermüden und letztendlich verlieren.
Die Energie aus der Urkraft kann nicht mehr optimal fließen, weil Sie vom Verstand gestört wird.
Bleibt aber ein gleichstarker Wettkämpfer vollkommen gelassen und konzentriert, hat er die besten Chancen zu gewinnen.
Erst bei der Sommerolympiade 2008 konnte man dieses Phänomen bei einer deutschen Schwimmerin nachvollziehen. Dank einer Technik befand sie sich in einem hypnoseähnlichen Trancezustand und damit in einem mentalen völlig entspannten Zustand. Somit war sie frei von störenden Gedanken und Willensanstrengungen.
Wir können und brauchen uns also einzig und allein auf unsere Urkraft verlassen.
Unser Verstand ist lediglich für nutzvolle und rationale Gedankengänge wichtig und notwendig !
Wenn wir z.B. den Wunsch haben, eine bestimmte Berufstätigkeit auszuüben, müssen wir vorher kreative und strategische Überlegungen anstellen, in welchen Schritten wir vorgehen und handeln müssen.
## Im Lehrbuch steht geschrieben, dass die Materie (auch der Körper) nur ein Abbild des Geistes ist, und nicht wirklich ist, sondern tot. Bei deinen Antworten schreibst du jedoch, dass das Gesamtbewusstsein (Urkraft) in jeder einzelnen Zelle der Materie wirkt. Wie ist das zu verstehen?
Ich verstehe es so, dass es unser Denk- und Vorstellungsvermögen erlaubt, zwei Möglichkeiten aufzuzeigen, die Materie einzuordnen.
1. Möglichkeit, von der ich intuitiv überzeugt bin:
Die Materie existiert und ist tatsächlich vorhanden. Sie ist genau so lebendig wie wir. Ihr Zustand ist Geist in Form von komprimierter und verlangsamter Energie, die als Spiegel oder Abbild vom Schöpfer (also auch von uns) geschaffen wurde. Sie hat aus unserer inneren Überzeugung auf uns einen indirekten Wirkungs- und Krafteinfluss, indem sie durch uns reagiert.
2. Möglichkeit, bei der Martin Kojc einen Schritt weiter geht:
Er stellt sogar die mögliche These auf, dass die Materie in Wirklichkeit gar nicht existiert, sondern lediglich nur aus unserer eigenen Überzeugung als Spiegel oder Abbild unserer Seele mit allen unseren Sinnen erfassbar ist. Mit anderen Worten befänden wir uns rein geistlich in einem virtuellen Wachzustand. In diesem Fall wäre die Materie kraft- und wirkungslos, sozusagen „tot“. Sie wäre dann nur virtuell vorhanden.
Folglich könnte dann das Äußerliche, also die Materie uns in keiner Weise beeinflussen. Sie hätte also nur indirekten Einfluss und Wirkung auf uns, da wir von ihrer Existenz und ihrer Wirkung scheinbar überzeugt sind.
Im Grunde genommen ist es von der Betrachtungsweise vollkommen unwichtig, ob die Materie wirklich oder nur virtuell existiert. Es ändert nichts an den Wirkungsgesetzen.
Es ändert sich auch nichts am Ablauf der innerlichen Überzeugung in Bezug auf die Materie. Sie ist im menschlichen Bewusstsein so tief eingeprägt, dass man die überzeugte Wirkung der Materie möglicherweise nur in einem längeren Prozess verändern kann.
Ansätze erkennt man in der Hypnose.
Durch Fremdsuggestionen erkennt man ungeahnte Möglichkeiten. Allein die „Kataleptische Brücke“ demonstriert, wie man die tiefeingeprägte Überzeugung des Menschen umgehen oder vorübergehend ändern kann.
Ein anderer Fall ist die Sinnestäuschung. Es ist in der Hypnose möglich einer freiwilligen Versuchsperson zu suggerieren, dass die Zwiebel nicht nur ein saftig-süßer Apfel sei, sondern beim Verzehren tatsächlich auch so schmeckt wie ein saftig-süßer Apfel.
## Was die Medikamenteneinnahme im Falle einer Krankheit betrifft, bin ich nach mehrmaligem Studium dieses Buches der Meinung, dass man Medikamente auf der Stelle absetzen sollte. Denn solange man solche einnimmt, ist man ja davon überzeugt, krank zu sein, und somit würde man die Krankheit noch weiter verstärken. Liege ich hier richtig?
Wie schon im letzten Eintrag erwähnt, ist es im Grunde genommen vollkommen richtig. Allerdings ist diese wahre und richtige Grundideologie allein aus Kenntnissen nicht sofort umsetzbar, sondern eher nur über einen längeren Zeitraum zu verwirklichen, da unser Verhaltensmuster durch unser tiefgeprägtes Weltbild überwiegend noch von Suggestionen und Glauben abhängig ist.
Es gibt insgesamt 3 Möglichkeiten, durch Überzeugung etwas Gewünschtes werden zu lassen.
1. Man ist davon überzeugt, das es so eintritt. 2. Man (ist suggeriert und) glaubt fest daran, dass es so eintritt. 3. Man besitzt die Kenntnisse und die Fähigkeiten und vertraut der Urkraft (Gott).
In Deinem geschilderten Fall würde im bisherigen Entwicklungsstand der Normalmensch von der Gesundung genau so überzeugt sein, wenn er davon überzeugt ist, dass eine Gesundung möglich ist und er durch suggestive Beeinflussung (laut Punkt 2) an die Wirkung der Medikamente glaubt.
Solange wir noch in der Entwicklungsphase sind, diese geistigen Gesetze zu verankern und praktisch umsetzen, sind wir in der Übergangszeit wohl noch von unserem Weltbild und damit auch von Suggestionen und Glauben abhängig.
Viele Grüße
Frank |