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Name:
Frank (steiner.fstan@t-online.de)
Datum:Di 16 Dez 2008 20:46:22 CET
Betreff:Das Lehrbuch des Lebens - Fragen
 

Hallo Wolfgang,

gern möchte ich Deine Fragen nach meiner Überzeugung beantworten.

## Was ist der Unterschied zwischen einem "Wunsch" und "etwas willkürlich Wollen"

Vorweg ist zu sagen, dass der Begriff "Wunsch" ein Oberbegriff darstellt, der eine vielseitige Bedeutung haben kann. In unserem Sprachgebrauch wird der Wunsch oft mit Bedürfnis, Begierde und Verlangen gleichgesetzt und weniger mit eine Zielvorstellung. Ein unerfüllter Wunsch, der meist von einer gewöhnlichen Begierde z.B. nach Konsum ausgelöst wird, verflacht wieder nach einer gewissen Zeit von selbst.

Im Lehrbuch umschreibt Martin Kojc mit dem Begriff "Wunsch" eher eine Zielvorstellung, also ein klares Ziel oder eine feste Absicht. Es wird also mit dem erwähnten "Wunsch" eine tiefgreifende und klare Zielabsicht angesprochen, die aus der Seele ins Bewusstsein tritt und sich fortwährend verwirklichen will.

In dem Textabschnitt, in dem der Begriff "... etwas willkürlich wollen" erwähnt wird, ist in diesem Fall eher ein beliebiger Wunsch gemeint, von der die Allgemeinheit annimmt, dass dieser aus dem Verstand entsteht.

## Was heißt "nicht für sich selbst etwas wollen" sondern "im Interesse des Ganzen etwas wollen"
## Was heißt "Leben und Wirken im Namen der Urkraft"

Wenn man versteht, dass der Wille, in diesem Fall der Wunsch, nicht aus dem Verstand in unser Bewusstsein tritt, sondern aus dem Gesamtbewusstsein (Urkraft, Gott, Seele), welches ja allgegenwärtig ist, also gegenwärtig überall in jeder kleinsten Zelle in und um uns wirkt, kann man das Naturgesetz einfacher verstehen.

Das Gesamtbewusstsein herrscht nicht nur in jedem Lebewesen, sondern auch in jeder Materie. Die angeblich tote Materie ist also nicht tot, sondern besteht wie alles andere aus einem mehr oder weniger verdichteten Energie- oder Schwingungsfeld.

Wenn man nun einen Wunsch erhält, kommt er aus dem Gesamtbewusstsein (konstanten Energiefeld) und will erfüllt werden. Da nun alles Existierende ein Teil vom Gesamtbewusstsein ist, will auch das Umfeld von der Erfüllung profitieren. Das heißt, wenn man etwas vom Gesamtbewusstsein bekommt, verlangt es dafür einen angemessenen Energieausgleich. Da die Energie immer in der gleichen Dimension vorhanden ist, muss die genutzte Energie vorher investiert werden.

Um es an einem Beispiel anschaulicher zu machen: Ein Arbeitnehmer erhält durch seine Leistung (Geben) von seinem Arbeitgeber ein Gehalt (Nehmen). Wenn aber der AN für seine Leistung mit einmal weniger Lohn erhält, kommt es zu einem Ungleichgewicht, welches der AN durch Unzufriedenheit, Abnahme der Leistungsbereitschaft oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses wieder ausgleicht. Anders herum ist der AG von der Leistungskraft seiner AN abhängig. Es müssen also beide Seiten angemessen geben, damit sie angemessen nehmen können.

Diese Gesetz spiegelt sich in jeder Lebenslage wieder. Da Gedanken, Gefühlsempfindungen und Vorstellungen eines jeden Menschen auch aus Schwingungen bestehen, bekommt jeder als Ausgleich aus seinem Umfeld genau das zurück, was er ausstrahlt.

Es ist immer ein geben und nehmen, Es gleicht sich alles aus.

Zu beachten ist, dass die Reaktion je nach Art der Energieumwandlung nicht immer sofort, sondern auch über einen längeren Zeitraum stattfinden kann.

## Es heißt "Erfolg und Gesundheit kommt erst dann, wenn mir beides gleichgültig geworden ist" - soll man sozusagen Medikamente einfach weglassen, und sich auf die Urkraft (Gott)verlassen?

Im Grunde genommen ist es vollkommen richtig. Allerdings ist diese wahre und richtige Grundideologie nicht sofort umsetzbar, sondern eher nur über einen längeren Zeitraum zu verwirklichen, da unser Verhaltensmuster durch unser bisheriges Weltbild im Laufe der Zeit tief geprägt worden ist.

Bis sich der Wandel vollzogen hat, sind wir in der Übergangszeit wohl noch von unserem Weltbild und damit auch bestimmte Menschen von Medikamenten abhängig.

## Auf der einen Seite wird beschrieben, wie man sich zu verhalten hat, auf der anderen Seite
wird gesagt, dass alles vorherbestimmt ist und man dagegen nichts machen kann. Wie ist das zu
erklären?

Das ist eine hochinteressante Frage, aber zugleich auch schwierig zu beantworten.

Ich selbst bin vollkommen davon überzeugt, dass von Anfang an unser Leben vorher bestimmt ist.

Wie weit und ob wir in dieser Bestimmung frei entscheiden können, weiß wohl zu diesem Zeitpunkt nur die Urkraft.

Es bleiben also zwei Möglichkeiten:

1. Der Mensch befindet sich je nach Entwicklungsstand in der für ihn vorgesehenen Bewusstseinsebene innerhalb seines Lebensabschnittes in einem bestimmten Lebensumfeld, in dem er für seine Weiterentwicklung einen freien Spielraum erhält. Das würde bedeuten, dass er mit Hilfe seines Verstandes unterstützt durch seine Inspiration (Urkraft)innerhalb dieses Spielraumes in eigener Verantwortung handelt.

2. Der Mensch befindet sich je nach Entwicklungsstand in der für ihn vorgesehenen Bewusstseinsebene innerhalb seines Lebensabschnittes in einem bestimmten Lebensumfeld, in dem er vollkommen geführt wird. Das würde aber auch bedeuten, dass ihm gleichzeitig das Gefühl gegeben wird, sich frei zu bewegen und selbstverantwortlich zu handeln.

Abschließend möchte ich noch dankend erwähnen, dass Du mit Deinen Fragen einen wertvollen Anstoß gegeben hast. Hiermit animiere ich auch alle anderen Gleichgesinnten sich an einer regen Diskussion zu beteiligen. Es ist ein Zeichen dafür, dass wir auf dem besten Weg sind, unser Bewusstsein zu unseren Gunsten zu erweitern.

Frank

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